Alte Gredplatten Terrasse

Februar 07, 2017

Alte Gredplatten Terrasse

Wie verlegt man Gredplatten

Bei diesem Projekt tauschten wir eine alte Lärchenholz-Terrasse gegen einen gemischtfarbigen, historischen Natursteinbelag aus. Dazu entfernten wir die alte Holzauflage und die bereits in die Jahre gekommenen Riegel der Unterkonstruktion und kofferten (baggerten) die alte Tragschicht ca. 70cm tief aus. Um eine dauerhafte Trennung mit dem Untergrund zu vermeiden, bedeckten wir den Boden der Grube mit einem Straßenbauflies, das ein nachträgliches Aufsteigen der unteren Erdschichten unterbinden soll. Daraufhin füllten wir einen halben Meter Frostkoffer (Schotter) lagenweise ein und verdichteten die eingebrachten Schichten immer wieder mit der Rüttelplatte. Wir haben im Laufe der Jahre mit gebrochenen Materialien bessere Erfahrungen als mit Naturkies gemacht. Er lässt sich besser verdichten und wird dauerhaft belastbarer und fester.
Nach der Festlegung der Höhen mittels mehrerer Schnureisen und Pflasterschnüre spannten wir die Aussenkante der Einfassungsstufen auf. Dafür verwendeten wir alte, profilierte Granittreppenstufen einer Münchner Kaserne. Die Natursteinstufen wurden von uns vor mehreren Jahren vor dem Abriss des Gebäudes gekauft und vor Ort vorsichtig ausgebaut.
Mittels Minibagger und Vakuumsauger verlegten wir die Einfassung im Gefälle entlang der Schnüre. Als Bindemittel zum verdichteten Untergrund holten wir uns dafür einen erdfeuchten Beton bei unserem Lieferanten. Eine Betondicke von 10 cm ist ausreichend. Auf eine Bewährung mit Baustahl kann verzichtet werden. Zum Verfugen mischten wir am nächsten Tag Quarzsand und Trasszement (keine Ausblühungen der Fuge) im Verhältnis 2:1. Das überschüssige Material wurde mit Hilfe einer Bürste und einem Fliesenschwamm abgewaschen. Nach einem neuerlichem Trockentag konnte es mit der Verlegung der Platten losgehen.
Bei der von uns gewählten Größe der alten Gredplatten für diese Terrasse ist ein Bagger mit geübten Fahrer und Vakuumsauger dringend zu empfehlen. Als Binde- und Ausgleichsmittel diente wiederum erdfeuchter Beton. Die Fuge sollte nach ein paar Platten immer wieder in beide Richtungen unterbrochen werden. Im Gefälle gespannte Hilfsschnüre erleichtern die Arbeit des Verlegers. Zu diesen kann mit einer längeren Wasserwaage die richtige Lage der Gredplatten (auch Krustenplatten genannt) immer wieder überprüft werden.  
Als Materialfarben mischten wir historische Gehwegplatten aus Görlitz ( gelblicher Granit) mit alten Natursteinpflaster aus Meissen (Granit, rot) und Dresden (Diabas, grünlich). Ein paar Basaltsteine aus der Eifel (dunkel) und etliche Wiener Platten (grau) verliehen dem Ganzen die gewünschte Abwechslung. Die Fläche musste alle paar Stunden gründlich von Betonresten befreit werden. Dazu hat sich bei uns eine Wurzelbürste und die feinste Schlauchdüseneinstellung bewährt. Nach zwei anstrengenden Verlegetagen und einem weiteren Trockentag ging es ans ausfugen. Wir entschieden uns dazu für eine zweikomponentige Pflasterfuge der Firma GftK. Diese wurde mittels Wasserschlauch nach dem Anrühren in die gereinigten Fugen eingewaschen und mit einem Kokosbesen nach kurzer Antrocknung gründlich abgekehrt. Am nächsten Tag konnte die Terrasse den Kunden übergeben werden. Diese verschönerten das Ambiente mit einem alten Tisch aus Fichtenholz, einer alten Theaterbank und etlichen Kunstgegenständen.

Umsetzung Firma Bellverde. Ansprechpartner siehe unsere Partner.

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